Bauhof
Der Bauhof der Stadt Bebra
Es ist noch dämmrig über Bebra, als auf dem Gelände des städtischen Bauhofs bereits
Bewegung herrscht. Eine kurze Teambesprechung über den Tagesablauf, dann rollen die ersten
Fahrzeuge vom Hof. Während anderswo der Kaffee noch durchläuft, sind sie längst unterwegs.
Was später selbstverständlich wirkt, beginnt hier oft unbemerkt.
Insgesamt 33 Mitarbeitende halten den Betrieb am Laufen. Organisiert ist der Bauhof in drei
Kolonnen, die wie Zahnräder ineinandergreifen: die Immobilien-Kolonne, die Straßen-Kolonne
und die Grüne Kolonne. Koordiniert wird das Ganze von den Bauhofleitern Christian Sass und
Stellvertreter Jörg Brinkmann, unterstützt vom Vorarbeiter Stefan Werner. Tanja Lecke ist im
Büro tätig.
Die Immobilien-Kolonne ist dort im Einsatz, wo man sie meist erst bemerkt, wenn etwas nicht
mehr geht. Ob Heizung und Sanitär oder Elektroarbeiten und Schreinerarbeiten, in der Kolonne
arbeiten verschiedene Gewerke Hand in Hand, damit städtische Gebäude zuverlässig
funktionieren. Es sind die stillen Reparaturen und Instandhaltungen, die den Alltag tragen.
Für den Bürger sichtbarer wird die Arbeit der Straßenkolonne. Schilder werden gerichtet und
Pflasterflächen ausgebessert, Straßen werden regelmäßig kontrolliert. Auch bei städtischen
Veranstaltungen ist die Kolonne unverzichtbar. So werden Absperrungen aufgebaut und
Verkehrsführungen gesichert, anschließend wird alles wieder zurückgebaut. „In den letzten
Jahren sind im Stadtmarketing deutlich mehr Veranstaltungen dazugekommen. Unsere Einsätze
haben dadurch spürbar zugenommen, auch an den Wochenenden“, beschreibt Jörg Brinkmann
den tatkräftigen Einsatz des Teams.
Nicht weniger prägend für das Stadtbild ist die Arbeit der Grünen Kolonne. Sie ist
gewissermaßen das „Gesicht“ der Stadtpflege und kümmert sich um das, was das Stadtbild
lebendig macht. Mäharbeiten und Pflanzungen gehören ebenso dazu wie Dauer- und
Wechselbepflanzungen sowie die regelmäßige Bewässerung der Anlagen. Auch in Bebra’s
Innenstadt ist die Kolonne fleißig im Einsatz. Frische Bepflanzungen setzen neue Akzente und
zeigen, wie viel kontinuierliche Pflege hinter einem ansprechenden Erscheinungsbild steckt.
Ein aktuelles Beispiel, wie die Kolonnen des städtischen Bauhofs ineinandergreifen, liefert der
Breitenbacher See. Vor dem Uferbereich wurde am 07. April eine Umkleideschnecke
aufgestellt. Geplant und gebaut von den Mitarbeitenden der Immobilien-Kollone selbst.
Funktional und robust fügt sie sich mittlerweile in die Umgebung ein. Ein kleines Bauwerk, das
viel über den Anspruch verrät, Lösungen pragmatisch und eigenständig umzusetzen. Zudem
war die Straßen-Kolonne am See im Einsatz, wo der Wegebau für eine verbesserte Infrastruktur
vorangetrieben wurde.
Zum Arbeitsalltag gehören auch weniger sichtbare, aber ebenso wichtige Aufgaben. Auf den
öffentlichen Spielplätzen und den Anlagen der Kindertagesstätten werden regelmäßig die
Geräte geprüft, damit Kinder sicher spielen können. Und auch auf den Friedhöfen ist der Bauhof
tätig. Dort werden Gräber ausgehoben und vorbereitet. Die dortigen Aufgaben verlangen
Fingerspitzengefühl und Respekt vor dem Ort.
Zurück auf dem Bauhofgelände in der Eisenacher Straße 70 wird derweil geschraubt und
vorbereitet. In der eigenen Werkstatt werden Fahrzeuge und Geräte instand gehalten, damit
draußen alles reibungslos läuft. Denn Stillstand kann sich hier niemand leisten.
Manchmal kommt die Arbeit des Teams auch in Form von Anerkennung direkt zurück. Es sind
die kleinen Momente, die viel bewirken. So erreichte den Bauhof vor wenigen Wochen eine E Mail mit einem ausdrücklichen Dank für die gelungene Bepflanzung im Stadtgebiet. „Es hat
uns gefreut, dass sich ein Bürger abends extra die Zeit nimmt, uns noch eine Mail zu schreiben
und zu loben. Erst denkt man ja an eine Beschwerde, die geht oft leichter als ein Lob. Umso
mehr haben wir uns natürlich über die positive Nachricht gefreut“, sagt Christian Sass. Solche
Rückmeldungen sind selten, aber sie sorgen für Gänsehautmomente bei den Mitarbeitenden.
Der Eindruck eines jeden Tages in Bebra bleibt: Der Bauhof drängt sich nicht in den
Vordergrund. Und doch ist er im Detail ebenso wie im Gesamtbild der Stadt präsent. In
gepflasterten Wegen, in gemähten Wiesen, in Beeten und Grünanlagen, in Beschilderungen und
jedem sicheren Spielgerät. Es ist die Summe vieler Handgriffe, die am Ende das Bild einer
funktionierenden Stadt ergeben
